Natürlich wollt Ihr Eurem Kind nach dem Abstillen nur das Beste und Gesündeste bieten. Gleichzeitig merkt Ihr schnell, dass der Kleine schon jetzt Vorlieben oder eventuelle Unverträglichkeiten hat. Statt in den Supermarkt zu laufen und die verschiedenen Sorten auszuprobieren, könnt Ihr den Brei auch einfach selber machen. Das macht Spaß, ist super einfach und auch noch preiswerter. Außerdem wisst Ihr so genau, was Ihr dem Baby eigentlich vorsetzt.

Single-Brei

Zutaten: 200 g Gemüse, Wasser und Rapsöl
Am Anfang solltet Ihr noch nicht viel experimentieren. Besonders bei den ersten Versuchen wisst Ihr noch nicht, was das Baby verträgt oder nicht. Daher rate ich dazu, nur ein einziges Gemüse zu nutzen. So deckt Ihr schnell Unverträglichkeiten auf.
Ihr müsst das Gemüse gründlich waschen und nach Bedarf noch schälen. Dann kann man das Ganze in kleine Stückchen schneiden und im Wasser garen. Als Faustformel gilt: Je kleiner die Stückchen, desto kürzer die Garzeit. Gebt am Anfang nicht zu viel Wasser zum Gemüse. Durch das Garen lösen sich Vitamine vom Gemüse und gehen in das Kochwasser über. Wenn Ihr überschüssiges Wasser abgießen müsst, gehen wichtige Nähstoffe verloren. Gebt lieber im Laufe des Garens bei Bedarf noch Wasser hinzu. Außerdem solltet Ihr das Gemüse schonend garen und nicht kochen. Ansonsten werden die Nährstoffe zerstört. Am besten eignet sich ein Dampfgarer. Ist das Gemüse gar, kann man es pürieren. Zum Schluss kommt noch etwas Öl hinzu. Auf 200 Gramm Brei werden zwei Esslöffel empfohlen. Bevor Ihr das Baby füttert, sollte der Brei etwas abkühlen.

Orangener Gemüsebrei

Zutaten: 200 g orangefarbenes Gemüse (bsp. Karotten, Kürbis, Süßkartoffeln, Paprika), 100 g Kartoffeln, Wasser und Rapsöl
Wenn Ihr genau wisst, was Euer Baby verträgt und was nicht, könnt Ihr mit den Gemüsesorten spielen. In unserem orangenen Gemüsebrei nehmen wir 200 Gramm Karotten und Kürbis. Als Basis kommen noch 100 Gramm Kartoffeln oben drauf. Das Gemisch gart man wie im Single-Brei in etwas Wasser. Zum Schluss püriert Ihr das Gemüse und gebt wieder zwei Löffel Rapsöl hinzu. Dies ist wichtig, da so die Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen sowie die Verdauung unterstützt wird. Zudem erhöht es den Kaloriengehalt und macht Euer Baby schön satt.

Fleischbrei mit Brokkoli

Zutaten: 100 g Brokkoli, 30 g Kalbsfilet, 50 g Kartoffeln, Wasser, 3 EL Apfelsaft und 2 EL Rapsöl
Der Babybrei muss nicht immer nur aus Gemüse bestehen. Etwas Fleisch ist ebenfalls erlaubt und auch gesund. Dazu geht Ihr wie folgt vor: Wascht, schält und schneidet das Gemüse in kleine Stückchen. Mit dem Fleisch verfahrt Ihr genauso. Erst einmal waschen und im Anschluss schön klein schneiden. Alles kann dann zusammen im Topf mit etwas Wasser gegart werden. Nicht zu viel Wasser nehmen, damit man nichts abschütten muss. Sollte der Brei zu fest sein, kann man immer noch etwas Wasser hinzufügen. Sind Fleisch und Gemüse gar, könnt Ihr das Öl und den Apfelsaft hinzufügen und alles schön zu einer homogenen Masse pürieren. Der Apfelsaft unterstützt die Eisenaufnahme und ist daher von großem Vorteil.

Grüner Lachsbrei

Zutaten: 50 g Zucchini, 50 g TK Spinat oder etwa zwei Hände voll frischen Spinat, 50 g Kartoffeln, 30 g Lachs, Wasser, 3 EL Apfelsaft und 2 EL Rapsöl
Dieser Brei ist für Babys ab dem neunten Monat geeignet. Dies liegt an dem nitratreichen Spinat, den die Babys erst dann und auch nur in Maßen essen dürfen. Gemüse und Lachs waschen und in kleine Stücke schneiden. Dann kann alles zusammen im Topf mit etwas Wasser gegart werden. Kocht die Mischung nicht zu lange, sonst verliert Ihr wertvolle Nährstoffe. Ist alles gar, können Apfelsaft und Öl hinzu. Dann alles schön zu einem Brei pürieren.

Süßer Genuss

Zutaten: 20 g Reisflocken, 200 ml Vollmilch und ein Stückchen Obst (Äpfel, Birnen ab dem 6. Monat, Pfirsiche ab dem 7. Monat, Mango ab dem 9. Monat, Erdbeeren ab dem 10. Monat)
Ab dem sechsten Monat könnt Ihr Euer Baby mit rohem Obst kochen. Doch in der Eingewöhnungsphase solltet Ihr das Obst vorher etwas dünsten. Erst nach und nach solltet Ihr auf das rohe Obst umsteigen. Für den Anfang sind Birnen und Äpfel eine gute Wahl. Hier reicht schon ein Viertel. Für den restlichen Brei kocht man die Vollmilch zusammen mit den Reisflocken, bis eine schöne Konsistenz entstanden ist. Das Obst gebt Ihr in sehr kleinen Stückchen oder besser in geriebener Form dazu. Zum Schluss kann alles noch zu einer homogenen Masse püriert werden.

Diese Rezepte lassen sich leicht abwandelt. Variiert einfach mit den Obst-, Gemüse- und Fleischsorten. Ihr werdet schnell merken, was dem Baby schmeckt und was gar nicht. Übrigens kann man auch größere Portionen vorkochen und in sauberen Gläsern einfrieren. Bei etwa -18 Grad sind die Breiportionen rund zwei Monate haltbar.
Baby´s Finest wünscht viel Spaß beim Nachkochen.



Bilderquelle des Beitragsbildes:
Orangener Brei mit Kürbis