Wenn die Freundin oder Frau die große Überraschung offenbart, entstehen gemischte Gefühle. Die Vorfreude ist riesig, doch die Angst ebenfalls. Die Verantwortung ein Kind großzuziehen, ist genauso überwältigend wie schön. Wir wollen die werdenden Väter schon mal auf das Vaterwerden einstimmen und erzählen, was er zu erwarten hat.

Wir sind schwanger – Ko-Schwangerschaft

Schon einmal von dem Couvade-Syndrom gehört? Keine Sorge, dies ist ein vorübergehendes aber sehr interessantes Phänomen. Lebt der werdende Vater mit seiner schwangeren Frau zusammen, können manchmal auch bei dem Mann Schwangerschaftssymptome auftreten. Dies zeichnet sich vor allem in der Gewichtszunahme aus. Während der Bauch der Frau durch das wachsende Baby größer wird, ist es bei Männern das Syndrom, welches den Bauch zum Wachsen bringt. Oft sind es auch einfach nur die gemeinsamen Heißhungerattacken. Die Ko-Schwangerschaft zeigt sich jedoch auch in Stimmungsschwankungen, Morgenübelkeit und gelegentlich durch eine Hormonveränderung. Forscher gehen davon aus, dass die Ko-Schwangerschaft die Fürsorge der Väter stärken soll. Zumindest haben Sie unheimlich viel Mitgefühl für ihre schwangeren Frauen.

Bindung zum ungeborenen Baby

Die Schwangere kann schon etwa ab der 20. Schwangerschaftswoche die Bewegungen des Babys wahrnehmen. Bald darauf kann auch der Papa spüren, wie sich das Baby dreht und windet. Mit einem Ohr auf dem Bauch lässt sich manchmal sogar schon ein leises Tuckern erahnen – der Herzschlag des Babys. Doch nicht nur der Vater horcht nach einem Geräusch, das Kind ebenfalls. Es nimmt im Mutterleib schon viele Geräusche wahr. Dazu gehört auch die Stimme des Vaters, welche es nach einiger Zeit wiedererkennen kann. Nach der Geburt ist die Stimme des Vaters dann schon sehr vertraut für das Kind.

Fit durchs Baby?

Die eben erwähnten, zugelegten Pfunde müssen schnell wieder runter. Doch wenn das Baby erst einmal da ist, kommt die altbekannte Ausrede: Keine Zeit für Sport. Doch wer sagt, dass Sport mit Baby nicht geht? Ohnehin wird immer empfohlen, mit dem Baby viel spazieren zu gehen. Die frische Luft ist wichtig für die Stärkung des Immunsystems. So kann man einen Spaziergang mit dem Baby schnell einmal mit einer Joggingeinheit verbinden und den Kinderwagen vor sich herfahren. Doch auch zu Hause kann man sich mit dem Baby körperlich betätigen. Mit einer Babytrage kann man sich das Baby auf den Bauch oder Rücken schnallen und die Hausarbeit erledigen. Staubsaugen, wischen und Fenster putzen verbrauchen einiges an Energie. Dass sich die Frau über Unterstützung freut, ist ein netter Nebeneffekt.

Laut sein erlaubt

In den ersten Monaten schläft das Baby sehr viel. Zum Glück hat es sich im Mutterleib an die Geräusche gewöhnt und kann auch bei einer höheren Lautstärke seelenruhig schlafen. Das ist besonders praktisch, für all die Väter, die in der anfänglichen Zeit zu Hause arbeiten. Telefonieren, Tippen und etwas Musik sind kein Problem.

Nicht zu zimperlich sein

Natürlich muss man mit dem Baby äußerst vorsichtig umgehen. Besonders in den ersten Monaten ist höchste Achtsamkeit geboten. Doch das Baby wächst und stärkt sich schnell. Dann kann es auch ruhig etwas wilder zugehen. Während Frauen meist noch sehr zimperlich sind, werden die Männer schnell etwas gröber und schnell fliegt das Baby mal in die Luft. Das ist auch gut so. Denn dies stärkt die geistigen und motorischen Fähigkeiten des Kleinen.

Zweisamkeit stärkt die Beziehung

Gönnt den Frauen etwas Auszeit und verbringt etwas Zweisamkeit mit dem Baby. Ein wenig spazieren gehen, gemeinsames Schwimmen oder einfach nur zu Hause spielen. Es ist enorm wichtig, mit dem Baby Zeit zu verbringen – auch ohne die Mutter. So baut sich eine unabhängige Beziehung zwischen Kind und Vater auf.

Windeln wechseln gehört dazu

Ehrlicherweise gehört zum Papasein auch eine unangenehme Aufgabe. Das Windeln wechseln kann man leider nicht schönreden. Jeder geht damit anders um und ist unterschiedlich empfindlich. Ein kleiner Trost: In den ersten Monaten sind die Gerüche noch harmlos.



Bilderquelle des Beitragsbildes:
© Lumina Images - Fotolia.de