Wenn das Baby erst einmal da ist, vergeht die Zeit wie im Flug. Im einen Moment zeigt es uns das erste Lächeln und im nächsten spricht es schon das erste Wort. Doch wie entwickelt sich die Sprache bei dem Baby überhaupt und was können Mama und Papa tun, um die Sprachentwicklung zu fördern?

Sprechen beginnt mit dem Hören

Bevor selbst gesprochen werden kann, muss das Baby erst einmal hören können. Das kann es schon ziemlich früh. Schon etwa ab der 28. Schwangerschaftswoche kann das Baby die Stimmen und Geräusche um sich herum wahrnehmen. Dies ist auch wichtig, denn schon jetzt beginnt das Kind, eine Bindung zu seinen Eltern aufzubauen. Daher ist es auch für Papa wichtig, oft mit Baby und Mutter zu sprechen. Denn gleich nach der Geburt kann das Baby die Stimmen schon zuordnen und erkennt die Eltern wieder. Schnell stellt man fest, dass sich das Neugeborene durch die vertrauten Stimmen der Eltern beruhigen lässt.

So klingt also meine Stimme

Noch nutzt das Baby nicht seine Stimme, dies ändert sich allerdings schon ziemlich schnell. Etwa ab dem dritten Monat testet es langsam seine Stimme aus. Dies kann auch mal richtig laut werden. Mit lauter und leiser werdendem Lallen probiert sich das Baby aus und teilt sich schon fleißig mit. Nur wenige Monate später kommen die ersten Silben zustande. In diesem Moment werden die Grundlagen für die Muttersprache geschaffen und allmählich verliert das Baby die Fähigkeit, jede Sprache zu erlernen. Üben Sie mit dem Baby die Silben zu sprechen. Es wird zuhören und versuchen die Silben und Töne zu wiederholen.

Die ersten Versuche

Sind die ersten Silben erst einmal erlernt geht das Gebrabbel los. Den ganzen Tag brabbelt das Baby vor sich her. Da kann schon einmal das ein oder andere Wort zusammenkommen. Doch noch hat es kein Verständnis für die Bedeutung eines Wortes. Dennoch sollte man dem Baby gut zusprechen, die Worte wiederholen und mit lobenden Gesten dazu animieren, das Wort erneut zu sprechen.

Eine Silbe, zwei Silben, Wort

Etwa ab dem sechsten Monat sind Silbenketten, insbesondere Silbenwiederholungen, beliebt. Schnell kommen die ersten Worte wie „Ma-ma“, „Pa-pa“ oder „Wau-Wau“ über die Lippen. Bis zum Ende des ersten Lebensjahres entwickelt das Baby ein Verständnis für die Lautbedeutung. Jetzt spricht es schon ein- und zweisilbige Worte wie Mama, Papa, Hund, Nein, Ja usw. Allerdings wird die Bedeutung der Wörter stark ausgedehnt. So kann es durchaus vorkommen, dass alle Vierbeiner als Hund oder „Wau-Wau“ bezeichnet werden.

Zwei-Wort-Sätze

Im zweiten Lebensjahr nimmt der Wortschatz rasant zu und es sind schon Zwei-Wort-Sätze wie „Marvin Hunger“ oder „Lisa müde“ möglich. Langsam kann das Kind einfachen und kurzen Geschichten folgen. In dieser Zeit ist es wichtig, dem Kind regelmäßig Geschichten in Bilderbüchern vorzulesen. Dies erweitert den Wortschatz, allerdings sollte man das Kind nicht überfordern, ein noch relativ kleiner Wortschatz ist völlig normal.

So helfen Sie Ihrem Baby am besten

Eigentlich muss man es nicht erwähnen, doch ständiges Reden mit dem Kind unterstützt die Sprachentwicklung am besten. Kommentieren Sie alles, was Sie oder Ihr Kind machen. Benennen Sie Personen und Gegenstände mit einem eindeutigen Hinweis. Lassen Sie Ihr Kind immer aussprechen und ermahnen Sie es nicht bei Fehlern, sondern wiederholen das Richtige. Das Sprachvermögen Ihres Kindes wird sich von ganz alleine entwickeln.



Bilderquelle des Beitragsbildes:
Die ersten Worte des eigenen Babys.